Silvia van den Berg: Ich möchte Bürgermeisterin der Stadt Nordhorn werden

Shownotes

Silvia van den Berg möchte bei der Kommunalwahl am 13. September 2026 zur Bürgermeisterin der Stadt Nordhorn gewählt werden. Sie war lange Mitglied zunächst in der SPD und dann bei den Grünen, tritt nun aber als parteilose Kandidatin an. Die 58-Jährige ist verheiratet und Mutter dreier erwachsener Kinder. Silvia van den Berg ist stellvertretende Leiterin der Volkshochschule Grafschaft Bentheim.

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00:00:00: Gn-Kandidatencheck zur Kommunalwahl.

00:00:05: Wer

00:00:05: will, was werden in der Grafschaft Bentheim Bürgermeister und Landratskandidaten

00:00:10: im Gespräch

00:00:11: mit Steffen Burkhardt dem Chefredakteur digital der Grafschafter Nachrichten?

00:00:19: Im GN-Kandidatencheck begrüße ich Silvia Vandenberg.

00:00:22: Herzlich Willkommen!

00:00:22: Vielen

00:00:23: Dank für die Einladung.

00:00:24: Silvia Van Den Berg Sie möchten Bürgemeisterin der Stadt Norderenwerden.

00:00:27: warum?

00:00:28: Weil ich mich schon viele, viele Jahre hier in Nordhörn engagiert habe.

00:00:32: In vielen verschiedenen Positionen.

00:00:34: Ehrenamt, Kirche, Demokratie-Netzwerke aber auch schon lange in der Politik war neun Jahre lang stellvertretende Bürgermeisterin und ich würde gerne das Engagement in dieser Form jetzt weiterführen.

00:00:44: Bevor wir da tiefer einsteigen für alle die sie noch nicht so gut kennen stellen Sie sich bitte erst mal vor wer sind sie?

00:00:50: Ich bin eine Nordhornereigengeschöpfe bin hier also geboren und aufgewachsen wie viele Nordhornerinnen nach dem Abitur weggegangen mit zwei, vierzehn Jahre um dann wiederzukommen.

00:01:00: Ich habe Sozialwissenschaften studiert, hab vorher noch eine Ausbildung gemacht in Bad Bentheim als Steuerfachgehilfin, da nochmal Betriebswirtschaft studiert weil ich dachte im Sozialwissenschaften das ist vielleicht ne Brotlose Kunst.

00:01:11: und immer wenn mich weitergebildet bin auch jetzt aktuell als KI-Trainerin unterwegs.

00:01:15: mein Job hier in Nordrhein ist die stellvertretende Leitung der Volksschule Grafschaft Bentheim.

00:01:20: Heirate drei Kinder ohne die Paarbarin.

00:01:25: Kommt dann jetzt der Wunsch für das Bürgermeisteramt zu kandidieren?

00:01:29: Und daraus folgt ja der Wunscht, in die erste Reihe zu treten und Verantwortung hier in der Stadt übernehmen zu wollen.

00:01:36: Ich bin ein durch- und durchpolitischer Mensch.

00:01:38: Mich interessiert es wahnsinnig was hier vor Ort passiert und wie es passiert und warum es passiert, was man anders besser machen kann.

00:01:45: Ich glaube dass Kommunalpolitik das Spannendste politische Betätigungsfeld ist Und durch die Arbeit im Stadtrat, dreizehn Jahre, durch die Tätigkeit als stellvertretende Bürgermeisterin habe ich einen guten Einblick bekommen was das genau bedeutet.

00:02:00: Dann bin ich gefragt worden, habe überlegt lange mit dem Mann darüber diskutiert und hab gesagt ja ich würde das wirklich gerne

00:02:06: machen.

00:02:07: Wo vor Ort sie sich politisch?

00:02:09: Was sind so die Grundwerte, die Grundüberzeugung, die Sie antreiben?

00:02:13: Das ist das Grundgesetz wenn man das so ganz grob sagen möchte Und ansonsten hier runtergebrochen.

00:02:19: für die Stadt Nordham bedeutet das, glaube ich vor allem den gemeinen Sinn.

00:02:23: Gemeinwohl, Respekt, Solidarität und wir sind gut beratend wenn wir versuchen mehr die Schnittmengen zu finden als das Trennende zu betonen.

00:02:35: Und Sie kandidieren?

00:02:36: Das haben sie nicht gesagt.

00:02:37: auch Vorschlag von der

00:02:40: SPD.

00:02:40: sagen

00:02:40: Sie selbst genau.

00:02:41: Die

00:02:42: SPD hat mich nominiert Und dann macht eine Partei das, was sie macht.

00:02:46: Man führt diverse Vorgespräche einzelne Personen mit dem Vorstand und da wird man sich der Mitgliederversammlung vorstellen.

00:02:53: Das habe ich auch so gemacht und dann gibt es eine Zustimmung.

00:02:57: Anknüpfte an die Frage nach Ihren politischen Grundüberzeugungen.

00:03:01: haben Sie Vorbilder?

00:03:02: Gibt es Menschen wo Sie sagen von denen hab ich mir etwas abgeschaut sei es nun politisch oder in der persönlichen Entwicklung?

00:03:09: Gestern hat jemand etwas gepostet zum Captain Picard.

00:03:14: Wenn ich ein Vorbild hätte, dann wäre der das glaube ich.

00:03:18: Weil er nämlich auch wirklich ein guter Politiker ist diese Offenheit gegenüber Neuem die sichere Überzeugung da schaffe ich Das kriegen wir hin.

00:03:27: also so eine so eine Problembewältigungs Zuversicht ja und gleichzeitig so ein Teamplayer zu sein sich vor einer Mannschaft zu stellen.

00:03:36: Ich glaube das wäre mein politisches Vorbild.

00:03:38: Und wenn wir jetzt wirklich im politischen Raum gucken würden am Regina Hildebrand Ja, also eine ausdeute SPD-Politikerin natürlich wie die Brand.

00:03:46: Das sagen alle und das hat auch seine Berechtigung.

00:03:50: Und das mag vielleicht dann jetzt erstaunen tatsächlich Ricana Lang?

00:03:56: Ah, glaube ich dass sie unterschätzt worden ist um diese Standing dieser Haltung auszuhalten obwohl es solche bösen Shitstorms gegen sie gegeben hat.

00:04:11: Wegen Körperlichkeiten, wegen unkluger Äußerungen.

00:04:16: und dass man das trotzdem schafft für seine Überzeugungen einzustehen weiterzumachen – das verdient finde ich ganz großen Respekt!

00:04:23: Und ansonsten sind es aber alle ehrenamtlichen Kommunalpolitikerinnen weil Sie nicht die größte gesellschaftliche Wertschätzung erfahren, unter so Generalverdacht stehen und ich weiß dass sie total fleißig sind.

00:04:36: Und viel privat und Freizeit drauf geben dafür, dass sie sich kommunalpolitisch engagieren.

00:04:41: also eigentlich sind das die echten Helden?

00:04:44: Also kurze Erklärung.

00:04:45: Sie sprachen gerade von Riccada Lang der langjährigen Vorsitzenden von Grütten-Sneunzig-Dygonen genau.

00:04:52: Nun möchten sie Bürgermeisterin werden.

00:04:55: Was bringen Sie mit?

00:04:56: Was sind Ihre Stärken aus Ihrer Sicht, die Sie für dieses Amt befähigen.

00:04:59: Welche Erfahrungen aus Beruf, Politik und Verwaltung bringen sie mit auf die Sie aufbauen wollen?

00:05:06: Also ich glaube das tatsächlich meine größte Kompetenz oder auch die größte Erfahrung darin besteht Menschen zusammenzubringen oder Menschen und Ideen zusammen zu bringen.

00:05:15: Ich mag es in Netzwerken zu arbeiten.

00:05:19: Ich war sehr aktiv in den letzten Jahren bei Grafschaftszeit Gesicht, durchaus ja ein Riesenbündnis mit aktuell acht, neun oder neun Leuten in der Community.

00:05:27: Mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Ideen und trotzdem immer wieder zu sagen was eint uns und wie können wir das weiter betonen?

00:05:34: Das mag ich sehr!

00:05:35: Das habe ich auch im Hochschulverbund gemacht wo ich vorher gearbeitet habe schon als Geschäftsführer in der evangelischen Erwachsenbildung.

00:05:41: mein ganzes Ehrenamt ist durchzogen von diesen Dingen, wie Menschen zusammenzufringen und gemeinsam an Ideen zu fallen und sie zusammenzuentwickeln.

00:05:49: Ich glaube ganz sicher dass wir im Team immer besser sind als alleine.

00:05:54: Und das zweite glaube ich es fällt mir glaube ich relativ leicht mich gut und tief in Themen einzuarbeiten zu wissen wen ich fragen muss.

00:06:03: Ich bin hier gut vernetzt in der Stadt und ich glaube das sind gute Voraussetzungen.

00:06:09: gepaart mit meiner Lust auf Menschen und Geschichten von Menschen sind das glaube ich gute Voraussetzungen.

00:06:15: Auf die Frage nach den Stärken folgt logischerweise die Frage, was fällt Ihnen schwerer als anderen?

00:06:24: Abzugeben also gut zu delegieren.

00:06:29: Man hat oft das Gefühl wenn man es selber macht geht das jetzt irgendwie schneller dann hat man das so wie man das möchte.

00:06:34: Das ist aber ein Trugschluss weil der eigene Kopf ist halt auch begrenzt.

00:06:38: Aber das fällt mir tatsächlich schwer.

00:06:41: Und wahrscheinlich was viele Menschen sagen, man ist irgendwie ungeduldig und will das übermorgen fertig haben.

00:06:46: Ich weiß dass genau das in der öffentlichen Verwaltung eher nicht der Regelfall ist.

00:06:51: Sie sagen es ist Öffentlich-Verwaltung also Führungskraft in einer Verwaltungen.

00:06:55: da kann man sich ja logischerweise auch nicht immer beliebt machen.

00:07:01: mit welcher Eigenschaft treiben sie ihre Mitmenschen manchmal zur Verzweiflung?

00:07:06: Ich bin eine typische jungen Frau den sagt man ja manchmal so Korinntenkackerei.

00:07:11: Also ich bin ziemlich pingelig und ziemlich genau.

00:07:13: Und so ordnungsliebend, das ist vielleicht manchmal ein bisschen nervig.

00:07:17: Dann rede ich zu schnell, dass die Leute dann mal etwas langsamer machen.

00:07:22: Wenn Sie Bürgermeisterin werden?

00:07:24: Wenn sie Chef in der Stadtverwaltung werden was erwarten Sie von Ihren Mitarbeitern als Vorgesetzte?

00:07:29: Was dürfen aber umgekehrt auch die Mitarbeiter dann von Ihnen erwarten?

00:07:33: Ich finde der zweite Satz ist der Wichtigere Eine Verwaltung, unter.

00:07:37: die Verwaltungsmitarbeitenden müssen sich hundertprozentig darauf verlassen können dass ich vor ihnen stehe.

00:07:42: Nach innen kann man streiten und diskutieren und muss vielleicht auch mal kritisieren.

00:07:47: nach außen werde ich jeden Kollegen und jede Kollegin schützen.

00:07:52: das ist wichtig finde ich.

00:07:55: was ich erwarte ist eine Offenheit eine Angstfreiheit ein Vertrauen zu mir sagen, wo es auch aus Ihrer Sicht nicht gut läuft.

00:08:05: Sie sind die Experten und die Expertinnen.

00:08:07: Ohne Verwaltung wäre ein Bürgermeister eine Bürgemeisterin nichts.

00:08:12: Ich bin also darauf angewiesen, dass sie ihre Kompetenzen und ihre Ideen, ihre Energie mit reingeben und sagen wie können wir zu einer noch besseren Verwaltung werden?

00:08:23: Werfen wir mal einen Blick auf Norton.

00:08:24: was läuft in der Stadt aus ihrer Sicht aktuell richtig gut?

00:08:30: Also diese üblichen Sachen wie Schuldenfreiheit und so, das ist jetzt hinlänglich bekannt.

00:08:34: Norton hat sich wirklich richtig gut entwickelt und den Gegenbeweis müsste man mir auch erst mal nennen was hier richtig schlecht laufen sollte.

00:08:43: Ich glaube dass jeder Bürgermeister jede Bürgemeister in ihre Akzente setzt Und das hat unser gemacht im Bereich Stadtentwicklung ganz stark.

00:08:50: Radwege.

00:08:51: Das hat alles hervorragend gelaufen.

00:08:53: wir haben eine tolle Transformation nach der Textie nach dem Taxiluntergang hingekriegt Alles gut gelaufen.

00:09:01: und jetzt glaube ich brauchen wir einen Fokus, einen weiteren Fokus.

00:09:06: Über die sprechen wir ja vielleicht gleich noch aber richtig schlecht an irgendeiner Stelle in Nordrhein kann ich nicht feststellen und ich würde auch wirklich das was meine Vorgänger meiner SPD-Vorgänger Bürgermeister bisher gut entwickelt haben bewahren und fortführen und trotzdem deutlich weitere andere Akzente setzen.

00:09:27: Das heißt wo sehen Sie?

00:09:29: Die größten Probleme, sehen Sie überhaupt große Probleme?

00:09:33: Also zumindest haben wir ein gefühltes Problem im Bereich der öffentlichen Sicherheit.

00:09:40: Und da müsste man nochmal genau schauen.

00:09:41: aber wenn das Gefühl ist dann ist es Gefühl da und da muss dann Abhilfe geschaffen werden zumal wir tatsächlich auch Gefahrenpunkte haben.

00:09:51: die sind ja jetzt nicht weg zu diskutieren.

00:09:53: Da müssen wir was tun.

00:09:54: also im Bereich öffentlicher Sicherheit wäre mein Thema so die Quartiersentwicklung.

00:10:01: Wir können statt Nordrhein ist inzwischen so groß, dass wir nicht mehr alles zentral regeln können und auch aufgrund des demografischen Wandels müssen wir unsere Akzente in den Quartieren in den sogenannten guten Nachbarschaften setzen und da wäre sicherlich ein Betätigungsfeld wo noch viel Luft nach oben ist.

00:10:17: Machen wir es mal konkret wenn Sie gewählt werden und wenn sie im Herbst das Amt antreten als Bürgermeisterin Was nehmen Sie sich vor?

00:10:24: Was sind so die drei Top-Themen, die Sie auf jeden Fall schnell in Angriff nehmen wollen.

00:10:30: Mein erstes Thema ist Wirtschaftsförderung bleibt Chefhinnensache.

00:10:34: Ja starke Wirtschaft, starke Stadt muss ich nicht ganz viel zu erklären aber das wäre sicherlich eine der höchsten Prioritäten immer zusammen gedacht mit Innenstadtentwicklung und Tourismus.

00:10:43: Das ist für mich ein Dreiklang also starke vitale lebenswerte Stadt.

00:10:49: Das ist das Wirtschaftstourismus Innenstadtentwicklung.

00:10:52: Der zweite wäre Ordnung und Sicherheit, ich wäre sehr dafür dass wir Außendienstmitarbeiter des Ordnungsamtes einstellen mindestens zwei die zusammen mit der örtlichen Polizeistreifendienste übernehmen können.

00:11:04: Das ist ein Modell was es in vielen anderen Kommunen auch gibt und das Sicherheitsempfinden sicherlich stärken könnte.

00:11:10: Und der dritte Bereich wäre dann das Thema gute Nachbarschaften und Quartiere.

00:11:15: das muss man immer zusammendenken weil wir das natürlich nicht alles hauptamtlich absichern könnten.

00:11:23: Aber Hauptamt muss Ihren Amt unterstützen und deswegen wäre meine dritte Personalstelle mein Wunsch, einen hauptsamtlichen Quartiersmanager oder eine Quartiermanagerin

00:11:32: einzustellen.".

00:11:35: Die Bürgermeisterin wird für acht Jahre gewählt – einerseits eine lange Zeit andererseits natürlich trotzdem begrenzt.

00:11:40: Wenn wir mal einen kurzen Blick voraus werfen auf das Jahr Was wollen Sie bis dahin geschafft haben?

00:11:48: Also woran sollen die Bürger merken, dass sie eine gute erfolgreiche Bürgermeisterin waren in dieser Amtszeit.

00:11:57: Meine Vision ist tatsächlich, dass wir eine lebendige, lebenswerte und bezahlbare Stadt haben mit dem Ausbau von grün und blau und Wasser.

00:12:08: Das ist nun mal unser großes Alleinstellungsmerkmal.

00:12:11: Diese Marke gilt es wirklich gut zu pflegen.

00:12:14: Ich möchte, dass wir eine hohe Aufenthaltsqualität in der Innenstadt haben mit Benken, Pflanzen und mehr Generationenplätzen wo sich Menschen sicher und gut und gerne bewegen können.

00:12:25: Denn wir werden den stationären Handel des Abdröseln nicht verhindern können.

00:12:30: also brauchen wir andere Möglichkeiten einer Innenstadt lebendig zu halten.

00:12:34: ich möchte das Ehrenamt hier stärken weil in Zeiten wo das Geld so knapp wird geht es gar nicht anders dass wir also neue Ehrenamtskulturen entwickeln, zum Beispiel um als Nachbarschaftskümmere dann zu arbeiten.

00:12:50: Wir brauchen bezahlbaren Wohnraum deswegen die bezahlbare Stadt und dann haben wir in fünf Jahren eine Stadt, die hoffentlich weiter möglichst schuldenfrei ist.

00:13:01: das wird schwieriger werden.

00:13:04: Aber wenn wir weiterhin eine lebendige grüne blaue Stadt haben wollen, dann geht es nur gemeinsam.

00:13:11: aber das wäre tatsächlich mein Bild.

00:13:14: Nun ist das natürlich Zukunftsmusik.

00:13:16: Im Moment stecken Sie mit einem Wahlkampf, welche Erfahrungen machen sie da im Gespräch mit den Menschen?

00:13:21: Was erwarten die Nordhörnerinnen und Nordhorner von einer Bürgermeisterin?

00:13:27: Das ist sehr interessant weil die Leute erwarten ganz unterschiedliche Dinge.

00:13:31: Also jeder Mensch formuliert die Erwartung für einen Bedürfnis was ihnen am wichtigsten ist ja dass es ein dieser.

00:13:39: wir brauchen viel mehr Wohnraum Tatsächlich ein sehr berechtigtes Interesse.

00:13:43: Die nächsten haben ganz spezielle Interessen, ich möchte gerne die und die Sportart hier umgesetzt wissen.

00:13:48: Familien, die zum Beispiel keinen Kita-Platz haben, haben ein starktes Interesse den Kitaausbau voranzutreiben.

00:13:54: Und es gibt auch sehr unterschiedliche Erwartungen wie man als Wahlkämpferin agiert.

00:13:59: Ja?

00:13:59: Die einen sagen das interessiert mich überhaupt nicht.

00:14:02: wen du besucht hast, die nächsten sagen.

00:14:04: Ich finde das sehr interessant, dass du dich zeigst und ich möchte gerne sehen wie du dich bewegst.

00:14:10: Das heißt egal wie ich es machen würde, ich würde es nicht allen rechtmachen.

00:14:15: bei den allermeisten allerdings habe ich das Gefühl, dass sie es gut finden andocken zu können.

00:14:21: ja und wir haben hier tatsächlich auch eine wirkliche Flut an Podiums Diskussionen und an Einzel-Einladungen.

00:14:27: Und ich glaube Es ist ein gutes Politikverständnis wenn viele Menschen davon vom Recht gebrauchen machen, uns persönlich kennenzulernen.

00:14:35: Das ist unser Job und das haben wir auch zu

00:14:37: leisten.".

00:14:39: Im Wahlkampf ist es logisch dass sie natürlich die Nähe der Bürger suchen und möglichst viel Kontakt haben wollen.

00:14:46: Bürgernähe ist aber auch etwas was wahrscheinlich jeder Kandidat verspricht auch für die Amtszeit danach.

00:14:51: wie wollen Sie sicherstellen?

00:14:52: Auch als Bürgermeisterin erreichbar zu sein für die Nordhörnerinnen und Norderler und zwar auch bei Themen die dann mal ungemütlich werden können?

00:15:02: Die Erreichbarkeit ist sowieso eine Gradwanderung, weil man als Chefin einer großen Verwaltung natürlich auch sehr viele Aufgaben im Rathaus hat und trotzdem hat dieser Job beide Funktionen.

00:15:12: Ich bin Repräsentantin dieser Stadt und will das auch gerne und gut machen und habe das ja auch lange üben können als stellvertretende Bürgermeistern und mir liegt es auch.

00:15:19: ich mag das und will dass tun.

00:15:22: Bürgersprechstunden müssen weiter durchgeführt werden.

00:15:25: vielleicht kann man sie dezentraler gestalten Aber das mache ich mit einem Fragezeichen, weil oft braucht es den Zugriff auch auf Verwaltung in diesem Moment.

00:15:33: Wenn ich unterwegs bin ist das dann schwieriger.

00:15:36: Ich glaube dass wir weiter bleiben sollten bei den drei stellvertretenden Bürgermeistern damit man da entlastet ist an dieser Stelle.

00:15:45: und das wichtigste ist zu wissen, dass sich nicht allen recht machen kann.

00:15:50: Das heißt jede Entscheidung die man trifft oder die man kommunizieren muss wird Menschen enttäuschen Und ich glaube, das ist der größte Fehler am Anfang.

00:15:59: Da muss man sich... Muss ich mich vielleicht auch selber schützen?

00:16:01: Dass wenn da jemand voreimsetzt, dass man so denkt, das regle ich mal eben um dann festzustellen ist nicht unsere Zuständigkeit.

00:16:07: bräuchte ich eine Mehrheit brauche ich Geld für Das wird sicherlich ein Übungsfeld sein.

00:16:13: Welche Rolle spielt Social Media für Sie?

00:16:16: Eine große.

00:16:17: Ich war vorher schon sehr social media affin und in anderen Ehrenämtern.

00:16:22: Es ist nicht immer Vergnügung steuerpflichtig, das sage ich auch ganz ehrlich.

00:16:25: Ich verstehe tatsächlich manchmal nicht warum Menschen es nicht schaffen im Respekt in den Streit zu gehen oder in die Meinungsverschiedenheit oder so und warum auch Unterstützer von Mitbewerbern glauben dass man den eigenen Mitbeweber nur feiern kann wenn man den anderen Kandidaten beleidigt oder diskreditiert.

00:16:48: Ich glaube das muss nicht sein!

00:16:52: Feiern ohne jemandem anderen zu nahezutreten.

00:16:55: Aber Social Media ist die Plattform, wo sich Menschen informieren.

00:16:59: Deswegen sehe ich es da wirklich auch als meine Pflicht an sehr viel zu berichten und vor allen Dingen auch Fragen zu beantworten.

00:17:05: also wenn mich jemand konkret anschreibt entweder als Privatnachricht was durchaus auch regelmäßig der Fall ist oder auch offen dann will ich mich nicht wegducken Auch wenn gerade Facebook in einer Art der Kommunikation schon sehr roh geworden ist.

00:17:20: Wie gehen Sie damit um?

00:17:21: mit Kritik, mit Konflikten die sie erreichen?

00:17:23: Sei es jetzt auf Social Media Kanälen oder auch so im Gespräch.

00:17:26: Oder auf welchen Kanäle noch immer?

00:17:29: Also das hängt sehr davon ab in welcher Form Kritik geäußert wird.

00:17:33: Mit einer sachlichen Auseinandersetzung habe ich überhaupt gar keine Probleme ganz im Gegenteil.

00:17:36: Das gehört dazu und ich will da auch wirklich immer üben auch gut zuzuhören ob eventuell meine Perspektive ja vielleicht auch nicht stimmt.

00:17:43: Es ist immer gut zu versuchen sich in den Kopf des Anderen hinein zu versetzen.

00:17:48: Also mit so einer Kritik kann ich gut leben, ansonsten schaue ich mir genau an von wem es kommt und auf welcher Ebene das passiert.

00:17:57: aber trotzdem kann nicht sagen dass alles immer ganz spule ist an einem vorbei geht.

00:18:01: ja also vor allem wenn's sehr böse wird.

00:18:04: Ich selber kriege es ganz gut veratmet Aber meine Kinder oder auch meine Mutter manchmal finden das nicht schön und können das nicht gut haben.

00:18:12: Ja Und jetzt in ein zwei Fällen bin ich auch dazu was ich eigentlich nicht tun wollte, aber auch Personen zu blockieren.

00:18:20: Wenn der einzige Anspruch ist mich zu beleidigen und nicht mit mir in die Auseinandersetzung zu gehen dann muss man das auch nicht mehr

00:18:26: haben.".

00:18:27: Wenn die Kritik berechtigt ist unsachlich ist und Sie selber ja geradeaus sagten sie wollen ihre eigene Perspektive hinterfragen kommt das vor?

00:18:36: Haben Sie ein konkretes Beispiel wo Sie sagen da habe ich meine Meinung tatsächlich auch geändert?

00:18:41: Das ist meiner politischen Arbeit ganz oft vorgekommen.

00:18:43: Also, vor allen Dingen wenn man dann sich mit Sachverständigen nochmal unterhält und man vorher so aus dem Bauch raus denkt ja klar das machen wir jetzt halt einfach so.

00:18:51: Ja aktuell beschäftige ich mich sehr mit Fragen des Wohnens und des Bauens Und ich höre ganz auf die Forderung aus der Bauwirtschaft Die Verwaltung muss experimentierfreudiger sein ein bisschen mutiger Mutzulöcker haben.

00:19:05: Ich fordere dass jetzt auch gerade mit aber ich bin mir nicht sicher ob Wenn ich dann Bürgermeisterin wäre, auch bereit wäre ein Haftungsrisiko in solcher Höhe mit zu übernehmen.

00:19:15: Und deswegen ist es immer gut sich mit Menschen zusammensetzen die verschiedene Perspektiven auf einen Thema haben um dann am Ende erst mal aktuell das beste Ergebnis zu erringen.

00:19:28: Silvia Fernandberg wir machen eine Schnellfrage Runde.

00:19:30: kurze Frage kürze Antwort bitte Frühaufsteher oder Nachtäune?

00:19:34: Früher auf Stehren

00:19:36: Telefonieren oder WhatsApp

00:19:37: WhatsApp

00:19:38: Bauchgefühle oder Zahlen?

00:19:40: Zahlen.

00:19:41: Lieber spontan, oder lieber durchgeplant?

00:19:44: Ich bin spontan!

00:19:46: Was ist anstrengender?

00:19:47: Wahlkampf- oder Familienfeier?

00:19:52: Wahlkämpf.

00:19:53: Haben fast alle Antworten.

00:19:55: Ende der Schnellfrage Runde.

00:19:56: was machen Sie denn wenn kein Wahlkampff ist und wenn sie auch sonst keine Verpflichtungen haben?

00:20:01: also wenn sie so richtig Freizeit haben?

00:20:04: Beisachen.

00:20:05: Tartreck gucken immer wieder die gleichen Folgen auf Und draußen sitzen und Eichhörnchen und Vögel beobachten.

00:20:14: Wie muss ich mir das vorstellen?

00:20:15: Also wie sieht für Sie ein so richtig perfekter freier Sonntag aus?

00:20:20: Den hatte ich jetzt schon wirklich länger nicht mehr, aber so richtig perfekt wäre wirklich früh ausstehen.

00:20:25: Was ist Früh?

00:20:26: Sechs.

00:20:27: Das ist

00:20:27: Früh.

00:20:28: Ja.

00:20:30: Picnic einpacken mit Mann und Hund nach Holland fahren eine lange Hundewanderung machen dann kommen wir nach Hause im Frühstück nochmal.

00:20:39: Und wenn ich jetzt wirklich richtig frei hätte, dann wäre das wahrscheinlich eher mit einem Buch in den Garten und zwischendurch mal Hunde beobachten.

00:20:46: Und mich abends vom Mann bekochen zu lassen.

00:20:48: Das wäre schon ziemlich perfekt!

00:20:50: Frau Vanenberg wir sind auf der Zielgeraden.

00:20:54: Vermissen Sie noch eine Frage?

00:20:55: Gibt es noch etwas was die Wählerinnen und Wähler unbedingt über sie wissen sollten?

00:21:00: Über mich – das weiß ich nicht.

00:21:03: Ich glaube dass es manchmal so wirkt als ob man sich immer ganz sicher ist in allen Antworten oder allen Themen.

00:21:13: Aber ich kann versichern, dass es wahrscheinlich den meisten Politikern und auch Vorgesetzen geht.

00:21:19: Dass man abends oft noch mal nachdenkt.

00:21:21: war das eine richtige Entscheidung?

00:21:22: habe ich alles bedacht?

00:21:24: weiß sich genug darüber?

00:21:26: Ich glaube nie, dass man irgendwie den Tag so abschließt und sagt Das war jetzt alles super und perfekt.

00:21:30: ja also ich bin schon ein nachdenklicher reflektierter und auch ein selbstkritischer Mensch und versuche jeden tag gut zu machen.

00:21:40: dass man immer gelingt, müssen am Ende andere Menschen entscheiden.

00:21:44: Dann gehört Ihnen jetzt noch das Schlusswort.

00:21:45: Warum sollten die Nordhörnerinnen und Nordhorners Sie zu Ihrer Bürgermeisterin

00:21:50: wählen?

00:21:51: Weil sie aufgrund meiner ehrenamtlichen und beruflichen Vergangenheit wissen, dass ich mich engagiere leidenschaftlich und inzwischen über dreißig Jahre.

00:22:00: Das ist kein Amt was ich jetzt auf einmal so entdeckt habe sondern eine Fortsetzung all meines Wirkens seitdem ich erwachsen oder gar Jugendliche bin.

00:22:10: Sie können sich darauf verlassen, dass es mir so ernst ist mit den Themen und dieser Stadt.

00:22:16: Und deswegen glaube ich bin nicht

00:22:17: selber.".

00:22:39: Bitte informieren Sie sich und gehen Sie wählen.

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