Marc Binnewies: Ich möchte Bürgermeister der Stadt Nordhorn werden

Shownotes

Marc Binnewies möchte bei der Kommunalwahl am 13. September 2026 zum Bürgermeister der Stadt Nordhorn gewählt werden. Der 57-Jährige tritt für die CDU an und ist der Partei beigetreten. Der Diplom-Betriebswirt ist Leiter Zentrale Filialsteuerung Deutsche Bundesbank in Frankfurt und Düsseldorf. Marc Binnewies ist verheiratet, er hat ein leibliches Kind und zwei Pflegekinder.

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00:00:00: Gn-Kandidatencheck zur Kommunalwahl.

00:00:05: Wer

00:00:05: will, was werden in der Grafschaft Bentheim Bürgermeister und Landratskandidaten

00:00:10: im Gespräch

00:00:11: mit Steffen

00:00:11: Burkhardt

00:00:12: dem Chefredakteur Digital der Grafschaffer Nachrichten?

00:00:19: Im Gn KandidatenCheck begrüße ich Marc Binevis.

00:00:21: Herzlich willkommen!

00:00:23: Ja danke schön dass Sie hier sind, hallo Herr Burkhart.

00:00:31: Ja, möchte ich.

00:00:32: Warum ist eine gute Frage?

00:00:35: Ich beobachte das Geschehen in Ordnung schon relativ lange.

00:00:38: Hab die drei Amtsprion vom Herrn Berningen beobachtet und als er gesagt hat, der tritt nicht mehr an, fand ich das ein spannendes Thema.

00:00:45: Ich hatte mich dann vorgestellt ein bisschen bei der CDU.

00:00:48: Ich hätte mal einen Flyer von ihnen bekommen.

00:00:50: Ich muss sagen bis dato war ich auch parteilos.

00:00:53: Ich war Beobachter der Szene aber ich war nicht politisch aktiv.

00:00:57: Dann habe ich mir das normalen geguckt bin ich so ein bisschen durch die Partei gegangen, durch die jeweiligen Gremien und habe gesagt, wollen wir das zusammen machen.

00:01:06: Und so kam ich dazu, dass ich kandidiere für mich ein spannendes Thema war.

00:01:11: Ich denke, ich komme mit einer ganz anderen Wiede und auch mit eine ganze andere Perspektive und die wollte ich gerne dann da einbringen.

00:01:18: Ja bevor wir tiefer einsteigen für alle, die sie noch nicht kennen stellen sich bitte erstmal vor wer sind Sie?

00:01:24: Ich bin in Nordrung groß geworden, habe hier mein Abitur gemacht am Stadtringen-Gymnasium.

00:01:31: Ich habe danach Betriebswirtschaftslehre studiert und arbeite seitdem bei der Deutschen Bundesbank.

00:01:37: erst bei der Landeszentralbank in Düsseldorf Frankfurt war dann im Jahr zwei Tausend zwölf konnte ich wechseln nach Ossener Brückwurt dort Niederlassungsleiter und habe dann letztes Jahr nochmal wieder gewechselt, steuere jetzt den Vialbereich der Deutsche Bundesbank.

00:01:53: Und groß geworden, wie gesagt in Nordhorn war dann natürlich beruflich bedingt auch mal in Düsseldorf oder Frankfurt.

00:02:00: Bin aber zweitausend wieder mit der Firma hier hingezogen und da kam unsere Tochter die erste Tochter.

00:02:06: Sie ist ja jetzt mittlerweile sechsundzwanzig Jahre alt und wir haben noch zwei weitere Kinder aufgenommen Pflegekinder.

00:02:13: Die sind jetzt vier zu neun Jahre alt.

00:02:15: Zwei Mädchen halbgeschwister.

00:02:17: Die wohnen seitdem sie Babys sind bei uns.

00:02:19: Sie sagten gerade, wenn ich sie richtig verstanden habe das nicht die CDU sie angesprochen hat sondern dass sie die CDU angesprochen haben.

00:02:30: Woher kam der Wunsch hier politisch in die erste Reihe treten zu wollen und Verantwortung übernehmen zu wollen für die Stadt?

00:02:39: Also insgesamt hat mir die städtische Entwicklung schon sehr gut gefallen.

00:02:43: Aber ich habe durchaus aufgrund eigener Beobachtung oder auch im Gespräch mit anderen gesehen, dass man es auch in einer etwas andere Richtung weiterentwickeln sollte.

00:02:53: und da kam ... Da kam ich auf die CDU, weil ich auch da das Gefühl hatte, dass mit deren Themen, das waren damals Themen Wirtschaft, Schule, Kitas, die sie dann in dem Flyer beispielsweise verarbeitet haben, da habe ich gedacht, das passt ganz gut zu mir!

00:03:05: Das könnte ich mir vorstellen.

00:03:09: damals Dennis Herrod angesprochen.

00:03:11: und dann kam eben ein zum Anfang.

00:03:14: Sie waren parteilos, sind jetzt in die CDU eingetreten.

00:03:17: was treibt sie politisch an?

00:03:20: Was sind so die Grundwerte, die Grundüberzeugungen auf denen ihre Kandidatur basiert?

00:03:26: Das sind ja die klassischen Grundwerten und die sehe ich hier in Nordon insgesamt bei allen Kandidaten für das Bürgermeisteramt.

00:03:34: Das ist so das Thema der Wertschätzung, der Demokratie der Toleranz, der Offenheit.

00:03:43: Alle Menschen sind gleich wirklich die ganz klassischen Themen.

00:03:48: Das ist das was mich bewegt und dann natürlich bei den fachlichen Themen sind es ein bisschen anders.

00:03:56: Wir haben Grenzen zu den anderen.

00:03:58: Haben

00:03:58: Sie Vorbilder?

00:03:59: Gibt's Menschen wo sie sagen von denen habe ich mir etwas abgeguckt sei es jetzt politisch oder auch einfach ganz persönlich?

00:04:07: Es sind immer nur einzelne Punkte von einzelnen Menschen.

00:04:09: Es ist nie so, dass ich einen ganzen Menschen als ein Vorbild sehe und sage das war jetzt für mich prägend das auf keinen Fall.

00:04:15: Politisch es gab ja paar Fragen.

00:04:17: vorweg hatte Helmut Schmidt genannt weil der für mich politische dieses Selbstverständnis auch seine Entscheidungsfähigkeit oder wie man damals Politik gemacht hat sich heute sich damals ganz anders als was wir heute wahrnehmen in der Politik.

00:04:37: Also ich fand er war ein großartiger Politiker und Macher.

00:04:42: Also als CDU-Kandidat durchaus einen SPD Bundeskanzler?

00:04:46: Ja, das schließt sich nicht aus.

00:04:48: also ich denke wir haben dann eine Werteverschiebung in der politischen Wahrnehmung auch und so einer wie er würde uns heute sehr gut tun wobei ich nicht weiß ob er so noch überhaupt dann was mitmachen würde weil er halt auch sehr starke Werte hatte.

00:05:03: Sie haben Ihren beruflichen Werdegang gerade schon skizziert.

00:05:06: Was bringen Sie so mit an Fähigkeiten, was Ihnen dann auch im Bürgermeisteramt helfen kann und helfen soll?

00:05:17: Ich war lange im Personalmanagementbereich.

00:05:20: Ich habe ganz viel kontrolligen Erfahrung hier.

00:05:23: Ich bin natürlich wirtschaftsnah.

00:05:26: Ich kenne mich aus dem Bereich Finanzen.

00:05:28: aber das, was ich wirklich mitbringe – was meine Stärke ist, auch fürs Radhaut.

00:05:33: Ich habe ganz, ganz viele Veränderungsprozesse gesteuert.

00:05:36: Das heißt tatsächlich auch der Wille Dinge zu verändern, zu gestalten und zwar nicht von oben herab nach dem Motto jetzt ist man ein Scheider und jetzt wird es so gemacht um Gotteswillen.

00:05:46: das wäre der vollkommen falsche Weg sondern in dem man eben die anderen mitnimmt alle mit ins Boot nimmt und dann gemeinsam die Dinge verändert.

00:05:55: also das denke ich ist meine größte Stärke die aufgrund von dreißig Berufsjahren so entwickelt haben.

00:06:01: Das war auch nicht von Anfang an so solche Themen.

00:06:04: Das muss man erleben, das muss man erfahren haben.

00:06:06: Da muss man die Widerstände erfahren haben und da muss man in Konflikte gewesen sein.

00:06:10: Dann muss man diese Situation, die andere Menschen haben in Veränderungsprozessen ja auch auf die Schmerzpunkte und das Leid, dass muss man alles mal erfahren haben um zu verstehen wie man solche Prozesse gestalten kann.

00:06:21: Auf die Frage nach den Stärken folgt logischerweise die Frage Nach den Schwächen.

00:06:25: was fällt ihnen schwerer als anderen?

00:06:29: Ich bin extrem ungeduldig!

00:06:31: Das ist die Standarde Antwort, die jeder

00:06:33: gerne gibt.

00:06:34: Aber es tatsächlich so... Also ich fange in langen Diskussionsrunden oder bei langartigen Themen fange ich an unheimlich zu zappeln.

00:06:43: Ich brauche eine schnelle Entscheidung und will schnell auf den Punkt kommen.

00:06:46: Natürlich gibts immer einen fachlichen Austausch aber wenn man die zweite dritte vierte Schleife fährt dann gehe ich innerlich schon kaputt.

00:06:53: und irgendwann das ist natürlich jetzt auch noch mal eine Schwäche dann merkt man mir das auch an.

00:06:58: Dann kommen Sätze oder Mimiken, die sind dann eher kontraproduktiv.

00:07:02: Aber ich komme aus meiner Haut nicht raus.

00:07:04: Irgendwann ist der Durchbruch bei mir.

00:07:08: Das ist eine Schwäche.

00:07:11: Sie sind Führungskraft jetzt schon beruflich und wollen das als Bürgermeister natürlich auch sein?

00:07:17: Wenn man vorne steht kann man sich nicht immer beliebt machen.

00:07:20: mit welcher Eigenschaft treiben sie ihren Menschen manchmal zur Verzweiflung?

00:07:28: zu stark fordernd, aufgrund meiner Ungeduld auch vielleicht zu schnell.

00:07:31: Wir haben ja die unterschließlichsten Typen, die an solchen Prozessen teilnehmen und es gibt ja Menschen, die sind sehr stark bewahrend.

00:07:39: Die tun sich unheimlich schwer damit wenn sie sich die Dinge verändern.

00:07:43: Und die wollen reflektieren und die wollen nochmal die Schleife gehen.

00:07:45: so wie ich eben gesagt habe und da bin ich halt... Da treibe ich zur Verzweiflung.

00:07:50: Wenn ich dann sage wir machen jetzt den Punkt und jetzt treffen wir die Entscheidung So ein Pareto-Prinzip, mit zwanzig Prozent, achtzig Prozent erreichen.

00:07:58: Und ich arbeite ja, sage dich ja in der Bundesbank und da sind ganz viele die sind diese Hundertprozenten.

00:08:02: Die wollen die letzten zwanzi Prozent noch gehen?

00:08:06: Da gehe ich nicht mit.

00:08:07: Häufig muss sich damit gehen weil man ja nicht immer alles zu entscheiden hat.

00:08:10: aber für die Menschen die diese hundert Prozent suchen das ist anstrengend.

00:08:18: Auf der anderen Seite habe ich damit auch eine gewisse Risikobereitschaft Fehler zu akzeptieren.

00:08:23: Ich finde, wir brauchen eine wesentlich stärkere Vielertoleranz auch beispielsweise wenn ich jetzt übertrage auf Bürgermeister oder die Stadtverwaltung.

00:08:30: Auch als Stadt darf man Fehler machen und man sollte auch Fehler machen.

00:08:35: Wenn Sie Bürgmeister werden?

00:08:37: Wenn sie Chef der Stadt Verwaltung werden dann sind Sie auch vorgesetzter vieler Mitarbeiter.

00:08:41: Was erwarten Sie von Ihren Mitarbeitern und umgekehrt was dürfen die Mitarbeiter auch von Ihnen erwarten?

00:08:49: Es sind über Vierhundert Mitarbeiter für die Stadt arbeiten.

00:08:54: Das ist natürlich eine gewaltige Führungsspanne.

00:08:58: Schauen wir auf die unmittelbare Führungen, also auf die nächste Führungssee.

00:09:03: Daher ist meine Erwartungshaltung dass man auch bereit ist sein Denken, seinen Handeln zu hinterfragen und neu auszurichten.

00:09:13: Dass man bereit ist sich über Ziele zu unterhalten wie wollen wir uns entwickeln?

00:09:17: Was sind die Visionen für die?

00:09:21: Und dass man sich in solche Prozesse auch produktiv einbringt und kooperativ.

00:09:26: Das erwarte ich bei den insgesamt, bei den ganzen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, das man auf diesem Weg mitgeht, dass man offen ist für Veränderungen.

00:09:36: Denn Veränderung sind ja häufig nicht immer etwas Schlechtes sondern im Gegenteil Veränderungs sollen ja etwas Positives bewirken.

00:09:42: Und das wäre so meine Erwartungshaltung, daß man diese Richtung mit geht.

00:09:45: Die weitere Frage die Anschlussfrage kann man von mir erwarten.

00:09:51: In jedem Fall natürlich das Engagement die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen.

00:09:55: Das was ich auch eben sagte mit Risiko aber natürlich auch die Bereutschaft für die Fehler anderen einzustehen das zuzuhören was dort passiert.

00:10:04: also ich wäre sicherlich einer der sich sehr intensiv nach innen mit der Verwaltung beschäftigen würde der ja auch da eine hohe Präsenz hatte der tatsächlich auch in die einzelne Teams Abteilungbereiche hineinginge.

00:10:14: also ich würde das Gespräch grundsätzlich mit allen suchen.

00:10:17: jetzt ist die Mannschaft viel zu groß um dass Attok umzusetzen.

00:10:21: Aber in der Perspektive, in den mehreren Jahren die man dadurch läuft hätte ich schon in Anspruch irgendwo alles gesehen und verstanden zu haben.

00:10:30: Dann lassen wir uns mal auf Nordrhein schauen.

00:10:31: was läuft in der Stadt jetzt schon richtig

00:10:34: gut?

00:10:35: Wir haben eine Super-Transformation gekriegt von diesem von unserer Industriekultur, die wir mal hatten als sexile Stadt hin zu einer offenen Stadt Richtung Tourismus Wasserstadt all diese Leuchttürme, die wir da haben.

00:10:50: das funktioniert gut.

00:10:51: Wir haben uns was die Arbeitsmarktsituation angeht auch entsprechend weiterentwickelt.

00:10:57: also alles auch die wirtschaftlichen Themen laufen grundsätzlich gut der Stadtbild läuft grundsätzlich gut.

00:11:02: Also diese diese Stadt hat schon eine gute Entwicklung gemacht.

00:11:05: Da kann man wirklich stolz drauf sein Auch die die dort das Handeln hatten auf jeden Fall.

00:11:10: Und wo sehen sie dann die größten Probleme?

00:11:15: Da müssen wir Blick in die Zukunft werfen.

00:11:18: Wir werden aufgrund der demografischen Entwicklung – und das trifft gerade auch diese Stadt besonders – immer mehr ältere Menschen hier haben.

00:11:25: Das heißt, wir kriegen da stärkere Versorgungsthemen rein.

00:11:29: Aus meiner Sicht sind wir als Stadt da auch zu Zug angewiesen.

00:11:35: Das heisst, wir brauchen Fachkräfte hier.

00:11:36: Wir werden Fachkräftemangel bekommen.

00:11:38: D. h., die Menschen, die dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen, werden immer weniger.

00:11:43: Wir würden einen ganz starken Wandel haben.

00:11:45: Und da ist eine Transformation erforderlich!

00:11:47: Da müssen wir voraus denken.

00:11:49: Und da müssen wir Richtung Wirtschaft, Richtung Infrastruktur und uns deutlich verbessern.

00:11:56: Wir müssen risikobereiter sein, mehr Investitionen tätigen die Ressourcen, die personellen Ressorzen auch in der Stadtverwaltung aufstocken um die Zukunftsfelder dort zu identifizieren und weiterzuentwickeln.

00:12:08: Ansonsten droht uns ein Stillstand was per se ja nicht schlimm ist weil es eigentlich alles gut.

00:12:13: aber dann gibt's irgendwann eine Rückwärtsentwicklung aus dieser Stagnation heraus.

00:12:17: Dann werden die Menschen unzufrieden, weil sie keinen Wohnraum haben oder weil die älteren Leute ihre Pflegeheimplätze nicht kriegen.

00:12:22: Oder weil die Pflege insgesamt nicht funktioniert?

00:12:24: Oder bei wenig Kitas die Erzieherinnen... Ich habe all diese Themen laufen dann dahin.

00:12:28: Das wird schwierig.

00:12:30: Machen Sie es mal konkret!

00:12:32: Wenn Sie Bürgermeister werden im Herbst Ihr Amt antreten, haben Sie so eine Liste mit den drei Top-Themen, die Sie als erstes angehen wollen?

00:12:41: Was hätte zu Beginn oberste Priorität für Sie?

00:12:47: Ich würde erst mal eine ganze lange Zeit zuhören und reinkommen.

00:12:51: Also ich bin keine, der hintergeht und sagt so, ich bin jetzt heute da, ich weiß genau wie es geht, jetzt geht sie diese Richtung los?

00:12:57: Nein das wäre gar nicht der Weg.

00:12:58: Der Weg wäre erstmal wirklich zuzuhören.

00:13:00: Die Top-Team die ich besetzen wollte ist einmal das Thema Wirtschaft zu sagen okay, ich erwarte im Grunde ein Wechsel von der Verwaltungsmendalität dass wir sagen okay wir haben das recht sichere Handeln steht im Vordergrund hin zu einem.

00:13:16: wir wollen Wirtschaft unterstützen und fördern.

00:13:18: Wir sind diejenigen, die es ermöglichen.

00:13:20: Wir nutzen alle Messenspielräume aus damit Wirtschaft weiterentwickeln kann, expandieren kann.

00:13:25: Das ist ein Punkt.

00:13:26: da müsste man in die Sondierung gehen.

00:13:27: Der nächste Punkt ist natürlich auch das Thema Wohn.

00:13:30: genau der gleiche Ansatz.

00:13:31: ich hatte ja schon formuliert für mich ist das Ausbau Wohn im Bestand ein elementarer Faktor.

00:13:38: dann müsste man auch entsprechend jeweiligen Projekte aufsetzen, auch da das Selbstverständnis der Stadt zu sagen.

00:13:44: Wir wollen dass die Menschen hier wohnen können und wir wollen nicht weiter draußen die Flächen besiedeln sondern wir wollen es gerne im Stadtkern realisieren.

00:13:50: Und der dritte Punkt den ich angehen würde aber der wäre tatsächlich zeitlich nachgelagert Das wäre meine Vision zum Thema Wissen in der Stadt.

00:14:00: Ich finde die Entwicklung die die Linge gemacht haben mit ihrem Campus gigantisch und da würde ich gerne irgendwo andocken und in Kooperation mit anderen ein Teil hier irgendwo anbieten zu können in Nordhorn.

00:14:11: Damit unsere Abiturienten, die wir am EGN haben und am Stadtringgymnasium haben, hier durchaus auch Verwendungschancen

00:14:18: haben.".

00:14:21: Der neue Bürgermeister wird für acht Jahre gewählt.

00:14:23: Das ist eine relativ lange Amtsperiode.

00:14:25: Dann werden wir mal kurz vorausschauen auf das Jahr Merken, dass Sie in dieser Amtsperiode ein guter Bürgermeister waren.

00:14:37: Was wollen sie bis dahin auf jeden Fall erreicht haben?

00:14:40: Also knüpfe ich beim letzten Punkt wieder an.

00:14:43: Ich fände es super wenn wir tatsächlich dann einen Minikampus hier hätten und wir tatsächlich Studierende hier haben.

00:14:49: das würde für das ganze städtische Entwicklungsthema sehr wichtig sein also nicht nur für die Studierenden sondern auch tatsächlich was haben wir in der Stadt an Möglichkeiten Gastronomie usw oder Events?

00:15:00: Das wäre der Punkt für acht Jahre vor uns.

00:15:04: Man aufmerken so ist, dass wir wirtschaftlich weiterentwickelt haben und weiterhin die niedrige Arbeitslosenquote haben und auch viele neue hochwertige Jobs gewonnen haben.

00:15:15: also ich orientiere mich bei dem Thema mit dem Arbeitsmarkt nicht nur an dieser nackten Zahl wie viel haben wir in Nohn- und Brot?

00:15:22: sondern Was ist es auch wert, wenn wir Beschäftigung haben?

00:15:26: Na was kann man als Gegenwärter bekommen?

00:15:27: das halte für sehr wichtig damit immer in dieser Stadt wohnen kann.

00:15:31: Das wäre ein weiteres Thema.

00:15:33: und sicherlich dass man auch im Bereich der Jugendlichen Kinder bei den Themen, dass man Weiterentwicklung beträgt beobachten kann und dass wir die Grundstrukturen, die wir jetzt haben.

00:15:48: Die soziale Versorgung auch für die älteren, dass wir das auch aufrechterhalten.

00:15:53: Das den Standard zu halten?

00:15:54: Dass wir natürlich schon mit Blick eben auf dem demografischen Wandel schon hochziehen.

00:16:00: Da sind natürlich jetzt der Blick in die Zukunft.

00:16:03: Das klingt weit weg, sind aber nur acht Jahre.

00:16:06: Im Moment stecken Sie mit einem Wahlkampf.

00:16:08: Welche Erfahrungen machen sie da in Gesprächen?

00:16:10: Was erwarten die Bürgerinnen und Bürger von einem Bürgermeister?

00:16:16: Ja, das ist ein Punkt der mich persönlich stark umtreibt.

00:16:20: Weil ich hatte tatsächlich auch eine andere Erwartung an den Wahlkampf als das was ich jetzt auf der Straße erlebe.

00:16:26: Also ich bin ja vom Werdegang und vom Typus eigentlich mehr so einen stark sachlich orientierten Mensch, der Ideen hat, der Vorstellungen hat.

00:16:38: Auf der Straße wiederum selber merke ich dass die Menschen das Bedürfnis haben sozialen Teilhabe und das mitgenommen werden, des menschlichen.

00:16:49: Also das merke ich auch im Wahlkampf bei den anderen, dass es sehr stark im Vordergrund steht, dass wenige die Sachtheben dann im Fokus stehen sondern tatsächlich was macht er als Mensch?

00:17:00: Wie ist der als Mensch?

00:17:02: kann man dem vertrauen steckt ja auch dahinter.

00:17:04: und diese Botschaft zu transportieren da tue ich mich ein bisschen schwerer.

00:17:11: Da geht's ja letztlich dann noch um Bürgernähe wie erreichbar ist als Kandidat und später als Bürgermeister.

00:17:17: Haben Sie da eine Vorstellung, wie wollen sie als Bürgemeister erreichbar sein für die Northerner?

00:17:22: Gerade eben auch bei Themen, die dann vielleicht mal unangenehm werden?

00:17:27: Guck ich nochmal gerade auf.

00:17:28: jetzt meine Erreichbarkeit.

00:17:30: jetzt denke ich es im Vergleich zu vielen anderen wird bestimmt nicht als so stark präsent wahrgenommen.

00:17:35: klar das sehe ich auch so denn ich habe einen Job der mich über vierzehn Stunden in einer Woche bindet.

00:17:43: meine Familien hintergrund kurz erläutert, das bindet einen aus sehr stark.

00:17:47: Das hat immer kaum zeitliche Ressourcen oder wenig also muss da schon ganz schön kämpfen in diesem Wahlkampf zeitlich gesehen.

00:17:56: Wenn ich dann Bürgermeister wäre ist ja mein Hauptberuf, dass gibt mir völlig neue Ressoursen, völlig neue zeitliche ressourcen und ich denke auch, dass das Thema der Teilhabe enorm wichtig.

00:18:09: Eine Sprechstunde anzubieten ist das eine, aber tatsächlich die inhaltliche Erreichbarkeit darzustellen und zu gewährleisten.

00:18:15: Das ist das andere.

00:18:16: Und da würde ich stärker in diese Richtung gehen weil man braucht die Impulse der Bürgerinnen und Bürger auf jeden Fall.

00:18:22: Welcher Rolle spielt für Sie dann?

00:18:24: In dem Bereich Social Media?

00:18:26: Das ist bei mir ein Thema wo ich ganz klar auch Schwächen habe.

00:18:33: bis zu dem Zeitpunkt wo ich angetreten bin als Kandidat war das für mich nie ein Thema.

00:18:37: Ich hab' das auch aus.

00:18:39: Überzeugung hier eher abgelehnt.

00:18:42: Jetzt im Wahlkampf natürlich schon getrieben dazu, diese Felder zu bespielen würde da aber allerdings als Bürgermeister auch tatsächlich niemand Schwerpunkt sehen.

00:18:51: Also dann lieber in Präsenz, lieber in der Kommunikation statt permanent Bilder zu posten von mir wo ich irgendwo stehe irgendwas mache oder irgendwie in die Kamera läche.

00:19:02: also das ist ein Punkt der mich an einer übergeordneten Politik unheimlich stört dass die Politiker häufig gar nicht mehr bereit sind miteinander zu reden ihre Krisen und Konflikte nach innen zu auszutragen, sondern da ständig irgend einer mit dem Handy vom Gesicht auf Insta oder sonst was irgendwas von sich erzählt.

00:19:17: Das finde ich ist für mich keine

00:19:19: Art.

00:19:21: Als Bürgermeister stehen Sie sehr im Fokus müssen viele Entscheidungen treffen oder Entscheidungen noch außen vertreten.

00:19:28: das führt zwangsläufig dazu dass man auch viel kritisiert wird und dass man viel auch konflikter aushalten muss.

00:19:33: wie gehen sie damit um?

00:19:38: Habe ich immer im Berufsleben vieler fahren.

00:19:41: Kritik läuft ja alles nicht gerade oder es gibt ja immer unterschiedliche Positionen und sachlich Kritik ist wirklich vorkommen gehört zur Selbstreflexion auch mit.

00:19:50: dazu muss auch sein.

00:19:52: Häufig nimmt man da ja auch wieder was mit, wenn's in die persönlichen Schiene geht.

00:19:56: das habe ich jetzt im Wahlkampf auch schon erlebt.

00:20:00: Ich reagiere darauf nicht.

00:20:02: dann dann gibt mir diesen Leuten genau das Futter was sie haben wollen Dann wird die nächste Schleife gedreht.

00:20:09: Also ich hatte Bilder von mir gesehen, die sind entfremdet worden.

00:20:14: Ich hatte überlegt darauf zu reagieren habe es aber gelassen.

00:20:16: was passiert dann?

00:20:18: Dann merken sie dass man ja erst das als dieser annimmt und dann gehts weiter und deshalb sage ich alles was in den persönlichen Bereich geht ignoriere ich schlicht und einfach.

00:20:26: ob es einen damit gutgeht ist eine andere Frage.

00:20:28: und nach innen im Inverhältnis also zu meiner Familie zu meiner Frau Das führt natürlich zur Belastung Aber in meinem Außenverhältnissen würde ich das nicht anzeigen.

00:20:37: also da gehe ich die Richtung geh ich.

00:20:39: Bleiben wir bei sachlicher Kritik, wenn es wirklich inhaltlich Kritik gibt.

00:20:47: Dann werden Sie oft nach Kompromissen suchen müssen und sich damit beschäftigen müssen.

00:20:51: Gibt es ein Beispiel aus Ihrer Erinnerung wo Sie selbst sagen ja da habe ich dazu gelernt meine Meinung auch geändert war im wichtigen Thema?

00:21:02: Jetzt natürlich nur im beruflichen Kontext.

00:21:04: das würde ich jetzt hier an dieser Stelle nicht preisgeben.

00:21:08: Aber ich hatte ja eben schon gesagt, ich bin so ein Pareto-Typ.

00:21:11: Nehmen wir zwanzig Prozent, achtzig Prozent erreichen und da ist immer, immer nennt die Gefahr drin, dass man eine Fehlentscheidung trifft.

00:21:19: Für mich müssen die Prozesse zu den Entscheidungen immer klar sein.

00:21:25: Ich bringe das Thema mit der Grundsteuererhöhung was lange diskutiert worden ist, was auch sehr virulent war, dass am Ende so eine Entscheidung getroffen wird für mich nicht das Thema.

00:21:37: Man kann das so oder so machen Aber der Weg dahin, das war für mich ein ganz überzeugendes Thema zu sagen.

00:21:43: Das war so nicht okay!

00:21:44: Das ist der Punkt und wenn man dann diese Entscheidung getroffen hat und man merkt es, dass war am Ende ein Fehler, da muss man natürlich auch dazustehen um sie zu revidieren.

00:21:56: Er telefonieren,

00:22:11: aber leider WhatsApp.

00:22:13: Bauchgefühle oder Zahlen?

00:22:16: Zahlen

00:22:17: Lieber spontan oder lieber durchgeplant?

00:22:19: Spontan?

00:22:20: Was ist anstrengender?

00:22:21: Wahlkampf- oder Familienfeier?

00:22:24: Wahlkampf?

00:22:26: Ende der Schnellfrage Runde.

00:22:28: was machen Sie denn wenn kein Wahlkumpf isst und wenn sie auch mal beruflich Pause haben?

00:22:34: Was machen Sie wenn sie so richtig Freizeit haben?

00:22:37: Das ist jetzt irgendwie eine traurige Antwort, aber im Moment habe ich nicht so richtig Freizeit.

00:22:42: Früher war ich begeisterter Joker, bin auch mal in Makathon gelaufen und war häufig bei der Nordhörner Meile.

00:22:49: Im Moment ist es halt auch was mit den Knien zu tun, aber das sind ein anderes Thema.

00:22:53: Das lasse ich jetzt mal weg!

00:22:54: Aber im Moment ist an der Baustelle wirklich wenig los und dadurch mit Berufsfamilie und Wahlkampf ist wirklich wenig Freizei.

00:23:03: Ich versuche

00:23:04: es trotzdem noch mal.

00:23:04: Wie

00:23:05: sieht für Sie so ein perfekter, freier Sonntag aus?

00:23:10: Selbst wenn es in der Praxis nicht gibt.

00:23:14: Irgendwas unternehmen mit der Familie.

00:23:15: Wir sind in Freizeitparks oder wenn ich Zeit wirklich nur für mich alleine habe würde ich Fahrrad in diese Richtung gültig gehen.

00:23:25: Bennewies wir sind schon auf der Zielgeraden.

00:23:27: vermissen sie eine Frage die Sie gerne gehört hätten.

00:23:29: also gibt's irgendetwas was die Wählerinnen und Wähler unbedingt noch über sie wissen sollten.

00:23:38: Da sehe ich im Moment, weil man jetzt ja sehr viel über sich redet.

00:23:43: Auch in anderen Formaten weiß ich gar nicht was da jetzt offen sein

00:23:47: sollte.".

00:23:48: Dann haben Sie die Gelegenheit für ein Schlusswort!

00:23:51: Warum sollten die Nortonerinnen und Nortonern sie zu Ihrem nächsten Bürgermeister wählen?

00:24:08: Und der sicherlich einiges zur positiven Entwicklung der Stadt Norton beitragen könnte.

00:24:15: Das sagt Marc Benevis, vielen Dank!

00:24:17: Vielen Dank!

00:24:37: Bitte informieren Sie sich und gehen Sie wählen.

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